Kurztrip ins LEGOLAND Günzburg

Legoland 2022 in Günzburg
Foto: Legoland 2022 in Günzburg

Dieses Jahr standen viele verschiedene Urlaubsvarianten für uns als Familie im Raum. Eine davon war ein Kurztrip ins LEGOLAND gebucht über Tchibo Reisen. Vorab gestaltet sich die Buchung über Tchibo absolut problemlos. Alle notwendigen Unterlagen wurden nach Abschluss der Buchung per Mail zu geschickt.

So gut ist das Hotel Vienna House Easy in Günzburg

Wir entschieden uns für die Möglichkeit der zwei Übernachtungen mit Frühstück, sowie den Eintritt für uns als Familie im LEGOLAND im Hotel „Vienna House Easy“ Günzburg. Nach einer staufreien Fahrt erreichten wir das zentrale gelegene Hotel am späten Nachmittag.

Bereits im Vorfeld wurden wir über die Möglichkeit der Tiefgaragen Nutzung für 8 Euro pro Nacht informiert. Wir gelangten über die TG mit dem Aufzug zur Hotelrezeption. Im Empfangsbereich wurden wir sehr herzlich willkommen geheißen und erfuhren die wichtigsten Informationen zu unserem Aufenthalt.

Die Hotellobby

In der Hotellobby erkannten wir sofort, auf welche Gäste der besondere Focus liegt. Der gesamte Eingangsbereich ist mit einer großen kinderfreundlichen Ecke ausgestattet. Es gibt Hängeschauckeln, Legosteine und Bereiche zum Malen und Verweilen. Auch ein kleiner Kiosk, sowie ein Kühlschrank mit Getränken findet seinen Platz.

Die großzügige Bar lädt am Abend zum Verweilen ein. Speziell für unseren Sohn war der Pokémon-Cocktail, ein Must-have jeden Abend. Auch hier war der Focus auf die kleinen Gäste ganz deutlich.

Das Familienzimmer

Die Zimmer sind in unterschiedlichen Größen buchbar: Einzelzimmer, Doppelzimmer und Familienzimmer. Wir hatten ein Familienzimmer mit ausreichend Platz. Im Zimmer befand sich eine Hängeschaukel und auf jeder Etage gab es verschiedene kleine Geräte zum Ausprobieren, beispielsweise ein Sprossenwand. Auch für Menschen mit Behinderungen ist dies Hotel sehr geeignet, da die Zimmer rollstuhlgerecht ausgestattet sind.

Bereits am Abend erkundeten wir zu Fuß und aßen zum Abschluss ein super leckeres Eis in der Eisdiele Stanghetto direkt am Hotel. Sie hat bis 22 Uhr geöffnet und hält ganz besondere Eissorten zum Verzehr bereit.

Das Frühstücksbuffet

Am nächsten Morgen stand das Frühstück und der Besuch im LEGOLAND auf dem Programm. Das Frühstück war wie bereits in der Hotelbeschreibung notiert einfach toll. Es gab ein extra Kinderbuffet für die kleinen Gäste. Aber auch für die Erwachsenen war für das leibliche Wohl gesorgt. Egal ob eher gesund oder herzhaft deftig, jeder kam am Morgen auf seinen Geschmack. Stets wurde das Buffet aufgefüllt und wir hatten jederzeit das Gefühl, dass Kinder und Erwachsene sehr willkommen sind.

Der LEGOLAND Freizeitpark

Am Montagfrüh sind wir mit dem Wagen zum LEGOLAND Freizeitpark gefahren. Wir haben online das Parkticket für unseren Wagen bestellt, das hat sehr gut funktioniert. Wir konnten so einfach auf den Parkplatz drauffahren und später problemlos wieder runterfahren, aber soweit sind wir ja noch nicht.

Der LEGOLAND Check-in

Durchwachsen war der Check-in in den Park selber, denn richtig zu Ende gedacht war der Check-in für Online-Buchngen nicht. Als wir bei Tchibo die Karten bestellt hatten, stand relativ unscheinbar in der E-Mail, dass man sie ausdrucken müsse, um sie an einem Kassenschalter in eine reguläre LEGOLAND Eintrittskarte umzutauschen.  Scheinbar gibt es gegen elektronische Verbindung vom Reiseveranstalter (Tchibo Reisen) zum LEGOLAND. Die LEGOLAND-Schalter-Mitarbeiterin war nicht in der Lage von unserem Smartphone alle notwendigen Daten für den Check-in abzulesen und bestand darauf, dass wir diese Buchungs-E-Mail an das LEGOLAND weiterleiten, damit sie diese ausdrucken könne.

Dieser ganze Prozess ist einfach nur haarsträubend und unnötig bürokratisch. Denn im Prinzip hätte sie alle erforderlichen Daten auch einfach nur vom Smartphone ablesen können, warum man hier auf einen Ausdruck bestand, erschließt sich mir keineswegs. Warum hat man nicht im Vorfeld die Buchung online entgegengenommen und die Tickets direkt hinterlegt. Wieso müssen wir uns als Gäste nochmal die Arbeit machen, und etwas ausdrucken, nur damit es wieder digital in einen anderen Computersystem eingegeben wird? Alles in allem war das für mich der mieseste Check-in Prozesse, den ich je erlebt habe. Denn jede einfache Pommesbude bekommt einen QR-Code Check.in hin.

Der Freizeitpark und sein Warteschlangensystem

An jedem Fahrgeschäft mussten wir warten, eine Wartezeit zwischen 30 Minuten und 60 Minuten waren an unserem Tag die Regel.  Es gibt eine spezielle LEGOLAND App, auf der man die aktuelle Wartezeit nachschauen kann. Die App ist also prinzipiell sehr nützlich.  Leider ist sie auch nicht zu Ende gedacht. Wenn ich in der App schon die Wartezeit einsehen kann, warum nicht gleich eine Termin buchen? Schließlich ist die Dauer eines Fahrgeschäftes planbar.  So könnte man die Wartezeiten deutlich reduzieren und die Zeit sinnvoller verbringen, als in einer Warteschlange zu stehen. Diese Neuerung würde aber mit dem Expresspass System kollidieren. Denn gegen eine Aufpreis von 80 € kann man einen Expresspass Gold erwerben und so die Wartezeit um 90 % reduzieren.  Ganz ehrlich – dieses System ist zum Kotzen! Ich behaupte sogar, dass extrem unwirtschaftlich ist, gegen ein gerechtes online Terminbuchuchungssytem für alle.

Die Attraktionen

Zuerst haben wir „Das Große LEGO Rennen“ besucht. Das ist eine Achterbahn mit schnellen Steigungen, Abfahrten und Kurven. Wir hatten alle unseren Spaß. Anschließen sind wir zum „Wellenreiter“ gegangen, der bei einem sonnigen Sommerwetter sehr zu empfehlen ist.

Nach einer kurzen Spritztour mit dem Wellenreiter sind wir weiter ins LEGOLAND Atlantis Sealife gegangen. Mit einer virtuellen U-Boot-Fahrt sind wir ins versunkene Atlantis gefahren und konnten in einem 600000 Liter Becken ca. 1300 tropische Meerestiere entdecken.

Danach sind wir zum „LEGO NINJAGO The Ride“ gegangen und mussten erstmal 1 Stunde warten.  Belohnt wurden wir mit einer ca. 5 Minuten langen Fahrt durch einen 4D Kinowelt, wo wir die Ninjago Helden im Kampf unterstützen konnten.

Käpt'n Nick's Piratenschlacht
Foto: Käpt’n Nick’s Piratenschlacht

Richtig nass wurden wir anschließend bei „Käpt’n Nicks Piratenschlacht„. Diese Attraktion ist definitiv nur etwas für Personen, die nicht aus Zucker sind und für einen heißen Sommertag, wie wir ihn hatten.  Hier lieferten wir uns Wasserschlachten vom Schiff aus mit den am Rand wartenden Gästen, die auch eine Wasserkanone hatten.  Zum Glück schien die Sonne, sodass unsere T-Shirts schnell trocknen konnten.

Nach dem Piratenabenteuer ging es direkt weiter zur „Dschungel X-Pedition„, auch hier mussten wir gut eine Stunde warten um in ca. 5 Minuten die Wasserbahn zu fahren. Die plötzliche Wendung des Bootes auf der Spitze des Wasserbahn, hatte unseren Sohn Benny (8) sehr irritiert, dass er angefangen hatte zu weinen. Die Fahrt selber empfand ich jetzt nicht so schlimm und recht amüsant, wenn auch ein wenig zu kurz für diese lange Wartezeit.  Wirklich nass sind wir auch nicht geworden, weil das Wasser bei der Abfahrt nach außen spritzte.

Land der Pharaonen
Foto: Land der Pharaonen

Danach sind wir rüber ins Land der Pharaonen gegangen, hier haben wir uns mehr oder weniger nur ausgeruht und keinerlei Attraktionen besucht. Anschließend sind wir rüber zur LEGO Arena und konnte noch das Ende der laufenden Akrobaten Show verfolgen.

Kids Power Tower
Foto: Kids Power Tower

Danach haben wir den Kids Power Tower besucht.

Ich habe mir dann noch eine Überblick vom Park mit dem Aussichtsturm verschafft. Während sich der Rest der Familie weiter ausgeruht hatte, konnte ich das LEGOLAND von oben mir ansehen.

Feuerdrache Ritterburg
Foto: Feuerdrachen Ritterburg

Unsere letzte Achterbahn war der „Feuerdrache„. Die Wartezeit war hier überraschend kurz, nur 30 Minuten! Die Warteschlange verlief durch eine Ritterburg und war recht kurzweilig gestaltet.  Die Achterbahn war recht schnell und hatte mir sogar noch mehr Spaß gemacht als „das große Rennen“ vom Anfang unseres Besuches. Nach dem wilden Ritt mit dem Feuerdrachen haben wir noch eine kurzen Blick in die LEGO Fabrik geworfen.

4D-Kino Lego Studios
Foto: 4D-Kino Lego Studios

Zum Schluss sind wir noch mal den Wellenreiter gefahren und anschließend ins 4D Kino in die LEGO Studios gegangen.  Hier wurde ein 15-minütiger LEGO Kurzfilm in 3D gezeigt. Das Filmerlebnis wurde dann noch auf 4D erweitert durch Rundum-Sound, Wasserspritzer, Luftstöße und Ambientlight.

Natürlich wollten unsere Kinder auch unbedingt ein neues LEGO-Set haben. Benn wollte unbedingt das LEGO SET 76947 Jurassic World Quetzalcoatlus mit dem Flugzeug haben, das in dem aktuellen Jurrasic World Kinofilm vorkommt. Im LEGOLAND kostet es 49,99 €, bei Amazon habe ich es dann für aktuell 35,99 bestellt. Das gleiche Spiel bei unserer Tochter Ariane (13), sie wollte unbedingt das LEGO-Set 10281 Icons Bonsai Baum, haben. Im LEGOLAND kostet es 49,99 € bei Amazon gut 28 % günstiger für nur 35,99 €. Wer den Originalpreis von LEGO für ein Set bezahlt, ist selber schuld.

Unser Fazit

Der Familienkurztrip war für uns sehr erholsam. Das Hotel war sehr gut, das LEGOLAND war auch ok, blieb aber aufgrund der Wartezeiten und der inkonsequenten Digitalisierung weit hinter seine Möglichkeiten zurück.